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Nobody is perfect

vor 24 Stunden
2 Min. Lesezeit

Fehler zu machen gehört zum Leben dazu. Der Spruch „Aus Fehlern lernen“ zeigt

mir immer wieder, wie wichtig es ist, neue Aufgaben und Hürden anzugehen.

Ohne dies gäbe es kein Vorankommen und keinen Fortschritt. Dies findest du

in ganz vielen Bereichen des Lebens. Wenn du beim Lösen deiner neuen Aufgabe

Fehler machst, dann ist das vollkommen OK, den keiner von uns Menschen ist

perfekt.

In unserem heutigen Blog geht es um eine schöne Geschichte zum Nachdenken.

Viel Spaß beim Lesen.

 


Der Krug mit dem Sprung


Es war einmal ein Wasserträger in Indien.

Auf seinen Schultern ruhte ein schwerer Holzstab, an dem rechts und links ein

großer Wasserkrug befestigt war.

Nun hatte einer der Krüge einen Sprung. Der andere hingegen war perfekt

geformt und mit ihm konnte der Wasserträger am Ende seines langen Weges vom

Fluss zum Haus seines Herren eine volle Portion Wasser abliefern. In dem

kaputten Krug war hingegen immer nur etwa die Hälfte des Wassers, wenn er am

Haus ankam.

Für volle zwei Jahre lieferte der Wasserträger seinem Herrn einen vollen und

einen halbvollen Krug.

Der perfekte der beiden Krüge war natürlich sehr stolz darauf, dass der

Wasserträger in ihm immer eine volle Portion transportieren konnte. Der Krug mit

dem Sprung hingegen schämte sich, dass er durch seinen Makel nur halb so gut

war wie der perfekte Krug.

Nach zwei Jahren Scham hielt der kaputte Krug es nicht mehr aus und sprach zu

seinem Träger: “Ich schäme mich so für mich selbst und ich möchte mich bei dir

entschuldigen.”

Der Wasserträger schaute den Krug an und fragte: “Aber wofür denn? Wofür

schämst du dich?”

“Ich war die ganze Zeit nicht in der Lage, das Wasser zu halten, so dass du durch

mich immer nur die Hälfte zu dem Haus deines Herren bringen konntest. Du hast

die volle Anstrengung, bekommst aber nicht den vollen Lohn, weil du immer nur

anderthalb statt zwei Krüge Wasser ablieferst.” sprach der Krug.

Dem Wasserträger tat der alte Krug leid und er wollte ihn trösten. So sprach er:

“Achte gleich einmal, wenn wir zum Haus meines Herren gehen, auf die

wundervollen Wildblumen am Straßenrand.”

Der Krug konnte daraufhin ein wenig lächeln und so machten sie sich auf den

Weg. Am Ende des Weges jedoch fühlte sich der Krug wieder ganz elend und

entschuldigte sich erneut zerknirscht bei dem Wasserträger.

Der aber erwiderte: “Hast du die Wildblumen am Straßenrand gesehen? Ist dir

aufgefallen, dass sie nur auf deiner Seite des Weges wachsen, nicht aber auf der,

wo ich den anderen Krug trage? Ich wusste von Beginn an über deinen Sprung.

Und so habe ich einige Wildblumensamen gesammelt und sie auf Deiner Seite

des Weges verstreut. Jedes Mal, wenn wir zum Haus meines Herren liefen, hast

du sie gewässert. Ich habe jeden Tag einige dieser wundervollen Blumen pflücken

können und damit den Tisch meines Herren dekoriert. Und all diese Schönheit

hast du geschaffen.”


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